Soziales, Familie

Situationsanalyse

Neben den AHV- und IV-Bezügern gibt es heute weitere Personen, die zur Deckung ihres Lebensunterhaltes auf zusätzliche Beiträge angewiesen sind. Heute werden solche Leistungen teilweise durch die Fürsorge getragen.
Das Bild der Familie wandelt sich. Nur noch in jedem 3. Schweizer Haushalt leben Eltern und Kinder in traditioneller Form als Familie zusammen. Gleichzeitig sind Kinder ein Armutsrisiko geworden und Einelternhaushalte sind von allen Bevölkerungsgruppen am häufigsten von Armut betroffen.
Auch im Kanton Schwyz gibt es „working poor", Menschen, deren Lohn trotz regelmässiger Arbeit nicht für die Bestreitung des Lebensunterhalts ausreicht.
Jugendliche und junge Erwachsene sind die Altersgruppe mit der höchsten Arbeitslosenquote.
Auch im Kanton Schwyz steigt der Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung überproportional. Eine Mehrheit der älteren Menschen möchten ihre Selbständigkeit und Lebensqualität möglichst lange erhalten.
17,2% der Schwyzer Bevölkerung sind Ausländer und Ausländerinnen.
Oft fehlen hindernisfreie Zugänge zu Gebäuden des öffentlichen Raums und behindertengerechte Gehwege.
Innerhalb und ausserhalb des Kantons arbeiten verschiedene Leistungserbringer für das Sozialnetz des Kantons Schwyz.
Die Anforderungen an Sozialdienste und Beratungsstellen werden immer komplexer und vielschichtiger.

SP- Position

Ein tragfähiges, finanziell gesichertes Sozialversicherungsnetz ist für die SP eine Selbstverständlichkeit, die aber immer wieder eingefordert werden muss.
Das Gleichstellungsgesetz muss in allen Bereichen konsequent umgesetzt werden.
Die Integration aller Menschen in die Gesellschaft muss gefördert werden.

Ziele und Forderungen

Familienpolitik:
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss im Kanton Schwyz mit verschiedensten Massnahmen verbessert werden. Diese können die Schaffung von Tagesstrukturen an den Volksschulen, ein flächendeckendes Angebot an familienergänzender Kinderbetreuung oder die Förderung familienfreundlicher Arbeitsmodelle beinhalten.
Ergänzungsleistungen für Familien mit Kindern sind einzuführen.
Der Kanton tritt der häuslichen Gewalt mit wirksamen Massnahmen entgegen und verhindert sie langfristig mit Präventionsarbeit.

Lohn und Arbeit:
Der Kanton übernimmt mit der Festsetzung von Mindestlöhnen und den Arbeitsbedingungen des Staatspersonals wegweisende Vorbildfunktionen. Gesamtarbeitsverträge sollen in allen Branchen gefördert werden.
Gleicher Lohn für gleiche Arbeit muss verwirklicht werden.
Sind von privater Seite nicht genügend Ausbildungsangebote und Erststellen für alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen vorhanden, soll der Kanton durch neue Modelle den Einstieg ins Berufsleben erleichtern. Die Arbeitgeber sollen durch Partnerschaften, Bonussysteme usw. einbezogen werden.

Kinder und Jugend:
Die kantonale Jugendkoordinationsstelle soll ausgebaut werden. Sie soll die Gemeinden in der Jugendarbeit begleiten und beraten, kantonale Jugendprojekte planen und durchführen und sicherstellen, dass die Anliegen von Kindern und Jugendlichen in allen Bereichen des öffentlichen Lebens wahrgenommen werden.
Eltern sollen in der Erziehung ihrer Kinder unterstützt werden.
Niederschwellige Angebote wie offene Jugendarbeit und Schulsozialarbeit sind zu fördern.

Alter:
Kanton und Gemeinden sollen durch Bereitstellen individueller, finanzierbarer Wohnformen und Dienstleistungen für alte Menschen ein Altwerden in Würde ermöglichen.
Pflegende Angehörige sollen steuerlich entlastet werden.
Der Kanton sorgt für eine optimale Koordination und Vernetzung zwischen privaten und staatlichen Angeboten und baut eine Koordinations-Anlaufstelle für Altersfragen auf.

Integration:
Der Staat muss alle Menschen ungeachtet ihrer ethnischen, religiösen oder anderweitig kulturell geprägten Herkunft gleich behandeln.
Die Integration der ausländischen Wohnbevölkerung soll durch Sprachkurse, vorschulische Kinderbetreuung und 2-Jahres-Kindergarten, sozial gut durchmischten Wohnraum in den Quartieren und weitere Massnahmen erleichtert werden.

Beratungsstellen:
Die Sozialdienste sollen professionalisiert und regionalisiert werden. Um die immer komplexer werdenden Aufgaben effizient zu managen, bedarf es interdisziplinärer Dienste, welche über mehrere Gemeinden hinweg ökonomisch sinnvoll eingesetzt werden.
Der Kanton und die Gemeinden setzen sich für die konkrete Verwirklichung der Gleichstellung der Geschlechter in allen Lebensbereichen ein. Sie unterstützen frauenspezifische Beratungs- und Informationsangebote, Sensibilisierungs- sowie Präventionsarbeit, Gleichstellungsprojekte usw.


Weitere Links

Infos und Beitrittsformular
Infos zur Abstimmung vom 26. September
Website von Armin Hüppin
Website von Andy Tschümperlin
Website der JUSO Kanton Schwyz
Infos zum SP-Nachwuchsförderungsprogramm
Infos und Unterschriftenbogen zur Cleantech-Initiative
Infos und Unterschriftenbogen zur Initiative
Infos und Unterschriftenbogen zur Initiative